Aktuelle Forschungsprojekte

Die Studie WECHSELZEIT untersucht, wie Frauen die Lebensphase zwischen dem 40-65 Lebensjahr erleben. Analysiert werden unter anderem die Veränderungen von Selbstbild und Identität, Partnerschaft und Sexualität, beruflicher Teilhabe und Sinnorientierung. Ziel ist es, ein differenziertes Bild dieser biografischen Übergangsphase zu zeichnen, gesellschaftliche Deutungsmuster sichtbar zu machen und Impulse für Beratung, Gleichstellung und Gesundheitsförderung zu geben.


Das Forschungsprojekt „Lebenssinn jenseits von Elternschaft“ untersucht, wie Frauen im Alter von 45 bis 60 Jahren, die sich bewusst gegen eine Elternschaft entschieden haben, ihren Lebenssinn retrospektiv deuten und welche Quellen von Sinn und Bedeutung sie in ihrem Leben entwickeln, wenn klassische Stationen wie Familiengründung, Kindererziehung oder Großelternschaft nicht Teil ihres Lebenswegs sind.  Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, alternative Lebensmodelle von bewusst kinderlosen Frauen in der Lebensmitte differenziert sichtbar zu machen, das Verständnis für individuelle Sinnquellen zu vertiefen und die gesellschaftliche Anerkennung dieser Lebensformen zu stärken.  


Das Forschungsprojekt ging der zentralen Frage nach, warum sich Frauen bewusst für ein Leben in Kinderlosigkeit entscheiden. Denn das exakte Ausmaß sowie die persönlichen Ursachen von gewollter Kinderlosigkeit waren bislang nur unzureichend erforscht. Zwar ist das Phänomen der Kinderlosigkeit immer wieder als Forschungsgegenstand untersucht worden, jedoch sind die bisherigen Forschungen immer von der These ausgegangen, dass lediglich die Rahmenbedingungen Kinderlosigkeit verursachen. Die forschungsleitende Fragestellung, warum sich Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren für ein Leben ohne Kinder entscheiden, wurde rein quantitativ untersucht. Insgesamt haben deutschlandweit über 1100 Frauen an der Befragung teilgenommen.


Mit der Studie "Männer, Männlichkeit und (eigene) Kinder" war das Ziel verbunden, die Themen Männlichkeit und Vaterschaft sowie männliche Kinderlosigkeit besser zu verstehen. Hierzu wurden zunächst explorativ  leitfadengestützte Interviews mit Männern im Alter zwischen 20 und 65 geführt. Die Interviews und die daraus gewonnenen Erkenntnisse legten die Grundlage für die daran anschließende quantitative Untersuchung.

Inhaltlich konzentrierte sich die quantitative Untersuchung darauf, wie Männer ihre eigene Männlichkeit im Vergleich zu gesellschaftlichen Vorstellungen betrachten, wie sie Vaterschaft vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen verstehen und wie sie sich im individuellen Entscheidungsprozess für oder gegen Nachwuchs positionieren


organisationen