Kernanliegen des Buches ist es, das Thema der gewollten und ungewollten Kinderlosigkeit fachlich konkreter zu trennen und das Phänomen der gewollten Kinderlosigkeit empirisch zu untersetzen. Das individuelle Lebenskonzept wirkt sich gleichermaßen auf die Möglichkeiten der persönlichen Selbstverwirklichung sowie das System der Gesellschaft, deren Organisation und Funktion aus. Wissenschaftliche Studien zu den Ursachen gewollter Kinderlosigkeit sind bisher jedoch kaum vorhanden. Die quantitative Befragung von über 1000 Frauen, bei denen eine bewusste Entscheidung für ein Leben ohne Kinder vorliegt, schließt die bestehende Forschungslücke. Die vorliegende Untersuchung trägt zu mehr Transparenz, Akzeptanz sowie Sensibilität gegenüber den Individuen sowie deren Lebensform bei und erweitert die sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse zu weiblicher Selbstbestimmung, modernen Lebensmodellen und alternativen Familienformen.
Dieses Buch macht verständlich, was wir im Alltag ständig hören – aber selten wirklich durchdringen: soziale Probleme. Armut, Ungleichheit, Diskriminierung, Migration, Bildung, Gesundheit oder Wohnen erscheinen in Medien und Politik als Schlagworte. Es wird verständlich gezeigt, was sich wissenschaftlich hinter diesen Begriffen verbirgt und wie man soziale Probleme nicht nur erkennt, sondern systematisch untersucht. Schritt für Schritt führt es vom grundlegenden Verständnis sozialer Probleme hin zu den konkreten Methoden, mit denen sie erforscht werden können. Auf eindrückliche Art und Weise wird gezeigt, warum soziale Probleme keine „privaten Schwierigkeiten“, sondern Ausdruck struktureller gesellschaftlicher Bedingungen sind und warum ihre Wahrnehmung immer auch von Politik, Medien und gesellschaftlichen Deutungsmustern geprägt ist.
Das Leben in Organisationen ist komplexer als wir oft wahrhaben wollen. Das Buch thematisiert diese Komplexität und zeigt, wie die Systemtheorie als analytische Grundlage dienen kann, um Management, Führung, Lernen und Vernetzung in Unternehmen besser zu verstehen und reflektiert zu gestalten. Es erläutert dazu Organisationen aus systemtheoretischer Sicht und leitet daraus ein reflexives Verständnis von Führung, organisationalem Lernen, Change-Management und Kooperationen ab. Ziel ist kein neues Managementmodell, sondern eine theoretisch fundierte Reflexionsgrundlage, die in der Praxis hilft, die Paradoxien, Spannungsfelder und Eigendynamiken von Unternehmen und Organisationen besser zu verstehen und handlungsfähig zu bleiben.
Das Buch beschreibt theoretisch und empirisch das Selbstverständnis von Führungskräften hinsichtlich ihrer Führungsrolle in der Sozialen Arbeit. Grundlegende Überlegungen zum Selbstmanagement und der Selbstführung von Führungskräften in der Sozialwirtschaft werden in einem ersten Teil ausführlich dargestellt. In einem zweiten Teil werden empirische Daten einer deutschlandweiten Befragung, in der über 500 Führungskräfte befragt wurden, dargestellt. Diese geben erstmals empirische Einblick in das Selbstverständnis von Leitungskräften in der Sozialwirtschaft. Diese empirische Datenbasis lässt dabei auch erkennen, wie Führungskräfte Reflexionsprozesse gestalten und wie sie Entscheidungsfindungsprozesse steuern. Zudem wird ein empirischer Einblick in die Konflikt- und Fehlerkultur von sozialen Organisationen gegeben.
Das Buch greift soziale Ziele als Beweggrund für die Einführung eines Diversity-Managements auf. Dazu wird anschaulich erläutert, wie Organisationen ticken und welche Mechanismen angestoßen werden, wenn Veränderungen auf sie einwirken. Es wird außerdem aufgezeigt, welche Führungs- und Unternehmenskultur mitarbeiterbindend wirkt und welche Methoden bei der Umsetzung hilfreich sein können.
Hintergrund dazu: Diversity-Management als Forschungs- und Praxisfeld ist mittlerweile weltweit verbreitet. Es wird in Unternehmen in der Regel mit dem Ziel eingesetzt, die unterschiedlichen individuellen Eigenschaften, kulturellen Prägungen und die internationalen Erfahrungen der MitarbeiterInnen zu betonen und zum Nutzen des Unternehmens einzusetzen. Dieser rein betriebswirtschaftlichen Herangehensweise soll im vorliegenden Buch ein proaktiver Umgang mit Vielfalt entgegensetzt werden. Neben den gewinnorientierten Zielen sollen vor allem gesellschaftliche Notwendigkeiten undsoziale Teilhabe als Anlass aufgezeigt werden.
Der Band thematisiert aus verschiedenen Perspektiven mögliche Schnittstellen von Theologie und Sozialer Arbeit. Ausgangspunkt sind aktuelle gesellschaftliche Krisensituationen und soziale Problemlagen. Die Beiträge zeigen wie wichtig ein fächer-, konfessions- und religionsübergreifender Zugang zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen Herausforderungen sein muss, um angemessene Antworten zu finden. Die Beiträge gliedern sich in
grundlagentheoretische Perspektiven, politische Auseinandersetzungen, Perspektiven auf Migration und Integration sowie Handlungstheoretische Modelle und Zugänge.
Dieses Buch zeigt, wie soziale Innovationen dort entstehen, wo Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit unmittelbar aufeinandertreffen. Der Sammelband vereint ausgewählte Forschungsarbeiten dual Studierender, die aus konkreten Praxiserfahrungen heraus neue Lösungsansätze für reale Problemlagen entwickeln – von Kooperationen zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie über die Unterstützung von Care Leavern und Fragen der Inklusion bis hin zu Biografiearbeit, Leichter Sprache und der Rolle Sozialer Arbeit im klinischen Kontext. Die Beiträge machen deutlich, dass soziale Innovation nicht abstrakt geplant wird, sondern aus reflektierter Praxis entsteht – dort, wo Fachkräfte Versorgungslücken, Kooperationsprobleme und strukturelle Grenzen erleben und daraus tragfähige Konzepte ableiten.
Die systematische Vernetzung von Jugendhilfe und Schule hat sich längst von der Kür zur Pflicht entwickelt. Es ist jedoch nach wie vor nicht eindeutig geklärt, wie gelingende Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gesteuert und nachhaltig etabliert werden können. Das Buch reflektiert anhand unterschiedlicher qualitativer Untersuchungen in Ostdeutschland, wie die formalen Anforderungen in den Organisationen von Kinder- und Jugendhilfe und Schule tatsächlich umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang wird perspektivisch aufgezeigt, welche bildungspolitischen Entwicklungspotentiale und Anforderungen in Ostdeutschland vorhanden und noch zu bewältigen sind.
Rahnfeld, C., & Heuschkel, A. (2025). Warum Männer (keine) Kinder wollen. Spektrum der Wissenschaft. https://www.spektrum.de/news/kinderwunsch-bei-maennern-was-sie-motiviert-was-sie-abschreckt/2261016
Rahnfeld, Claudia (2025): Systemisches Management für sozialwirtschaftliche Organisationen: Eine Notwendigkeit. In: Sozialwirtschaft - Zeitschrift für Führungskräfte in sozialen Unternehmen. Ausgabe 06.2025. (S. 22-24) https://doi.org/10.5771/1613-0707-2025-6-22
Rahnfeld, Claudia; Heuschkel, Annkatrin (2024): Ein Leben ohne Kinder. Empirische Erkenntnisse zu gewollter Kinderlosigkeit. In: Report Psychologie. Ausgabe 49. 06/204. (S. 14-17)
Heuschkel, Annkatrin; Rahnfeld, Claudia (2023): Ein bewusstes Leben ohne Kinder. Empirische Erkenntnisse zu weiblicher Kinderlosigkeit. In: Beziehungsweise. Informationsdienst des Österreichischen Instituts für Familienforschung. Ausgabe Dezember 2023. Universität Wien. (S. 6-8)
Rahnfeld, Claudia; Seehase, Niklaas (2022): Führungskultur. Teilweise paradoxe Ergebnisse. In: Sozialwirtschaft - Zeitschrift für Führungskräfte in sozialen Unternehmen. Ausgabe 5/2922. Nomos-Verlag. (S.34-35)
Rahnfeld, Claudia (2022): Profession - Professionalisierung - Professionalität in der Sozialen Arbeit. Eine grundlegende Auseinandersetzung. In: Görtler, M.; Taube, G.; Thielemann, N. (Hrsg.): Professionalisierung in der Sozialen Arbeit. Leverkusen-Opladen: Barbara Budrich. (S. 33-47)
Rahnfeld, Claudia (2022): Die Sozialwirtschaft in der (ethischen) Krise? Im Dilemma von wirtschaftlichen Maßstäben und sozialer Wertschöpfung. In: Kurtz, Thomas; Henseler, Joachim (Hrsg.): Soziale Arbeit in der Krise? Soziologische und sozialpädagogische Analysen. Wiesbaden: Springer VS. (S. 87-103)
Rahnfeld, Claudia; Kotter, Andreas (2021): Soziale Ungleichheit und soziales Engagement. In: Genkova, Petia (Hrsg.): Handbuch Globale Kompetenzen. Wiesbaden: Springer VS
Rahnfeld, Claudia; Baier, Dominik (2019): Kommunale Sozialplanung in Nordthüringen: „Wer zu spät agiert…“ – ein Lehrstück über die eigen(willig)e Dynamik politischer Prozesse. In: Wurtzbacher, J.; Rieger, G. (Hrsg.): Tatort „Sozialarbeitspolitik“. Wiesbaden: Springer VS.
Rahnfeld, Claudia (2019): Auf der Suche nach einer besseren Welt. Was wir von Karl Popper lernen können. In: Rahnfeld, Claudia (Hrsg.): Theologie und Soziale Arbeit im Gespräch. Eine Gesellschaft – viele Herausforderungen. Wiesbaden: Springer VS
Rahnfeld, Claudia (2018): Diversity Management als Organisationsentwicklung. Anregungen aus der amerikanischen Organisationsforschung. Deutsche Akademie für Management: Management-Journal. ISSN-Nr. 2199-9430
Rahnfeld, Claudia (2017). Populistische Politik- Auftraggeber für die Soziale Arbeit? In: Blätter der Wohlfahrtspflege. Ausgabe 4/2017. Nomos-Verlag.
Rahnfeld, Claudia (2017). Soziale Inklusion als Herausforderung für die Soziale Arbeit – kommunale Handlungsebenen und -strategien. In: Spatscheck, Christian; Thiessen, Barbara (Hrsg.): Inklusion und Soziale Arbeit – Teilhabe und Vielfalt als gesellschaftliche Gestaltungsfelder. Reihe: Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit, Band 14/ April 2017.Verlag Barbara Budrich
Rahnfeld, Claudia (2015). Zum Wandel professioneller Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit. In: Kölner Journal: Wissenschaftliches Forum für Sozialwirtschaft und Sozialmanagement. Ausgabe 1/2015. Nomos-Verlag. (S.109-132)
Prof. Dr. Claudia Rahnfeld